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Projekte und Fördermöglichkeiten

Projekte

Der Freistaat Sachsen fördert derzeit zwei größere Auslandsprojekte in Marokko sowie Libanon. Darüber hinaus werden weitere kleinere Projekte sächsischer Träger und Initiativen im Ausland durch Mittel der Sächsischen Staatskanzlei für Auslandsprojekte unterstützt.

Seit April 2017 unterstützt der Freistaat Sachsen das Projekt »Schulbildung für die von der Syrienkrise betroffenen Kinder im Libanon«. Das bis zum 31. Dezember 2018 laufende Projekt wird mit insgesamt 200.000 Euro gefördert.

Der Dresdner Verein arche noVa e. V. realisiert gemeinsam mit der Partnerorganisation »Social Support Society« ein Schulprojekt für syrische Flüchtlingskinder in der Bekaa Ebene im Libanon, nahe der Grenze zu Syrien. Dieses ermöglicht den Kindern weiterhin die Schule zu besuchen und gibt ihnen dadurch einen strukturierten Tagesablauf und ein wenig Alltag zurück. Sie werden von syrischen Lehrern, ebenfalls Geflüchtete, unterrichtet. Die Kinder erlangen offiziell anerkannte Abschlüsse. Zudem werden die Kosten für Schulkleidung, Schulmaterial und den Transport zur Schule übernommen.

arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.

Social Support Society (englisch)

In Marokko unterstützt der Freistaat Sachsen seit Juli 2017 das Projekt des Deutschen Roten Kreuzes e. V. (DRK e. V.) zur »Stärkung der Resilienz von ländlichen Gemeinden in Chefchaouen, Marokko«. Im Rahmen des Projekts, das der DRK e. V. in enger Zusammenarbeit mit dem »Marokkanischen Roten Halbmond« durchführt, werden die Selbsthilfeanstrengungen der Menschen in der dortigen Region gestärkt, um besser auf Krisen- und Katastrophenfälle vorbereitet zu sein.

Neben Ausbildungseinheiten und Simulationsübungen ist die Umsetzung von Mikroprojekten vorgesehen, beispielsweise die Einrichtung von Basisgesundheitsstationen oder der Bau von kleinen Dämmen. Die Auswahl richtet sich nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Sachsen unterstützt das bis Ende 2018 laufende Projekt mit 200.000,00 Euro.

Deutsches Rotes Kreuz e. V.

Fördermöglichkeiten

Neben den beiden Großprojekten bietet der Freistaat Sachsen zwei weitere Fördermöglichkeiten für zivilgesellschaftliches und öffentliches Engagement im Bereich Entwicklungszusammenarbeit an.

Mittel der Sächsischen Staatskanzlei für Auslandsprojekte

Seit August 2017 unterstützt die Sächsische Staatskanzlei gemeinnützige private Träger, die Projekte der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland durchführen möchten. Die Beantragung und Bewilligung der Projektanträge erfolgt über die Stiftung Nord-Süd-Brücken in Berlin. Dafür werden bis Ende 2018 insgesamt 200.000 Euro vom Freistaat Sachsen bereitgestellt.

Stiftung Nord-Süd-Brücken

Eine kurze Zusammenfassung der Fördervoraussetzungen sowie die Kontaktdaten der Stiftung finden Sie im folgenden Abschnitt.

    Kleinprojektefonds für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit des Freistaates Sachsen

    Seit dem 1. August 2017 steht sächsischen gemeinnützigen Trägern ein Fonds für Kleinprojekte der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland zur Verfügung. Der Fonds wird im Auftrag der Sächsischen Staatskanzlei von der Stiftung Nord-Süd-Brücken verwaltet und umfasst jährlich insgesamt 100.000,00 Euro.

    Gemeinnützige private Träger mit Hauptsitz in Sachsen sind aufgefordert Anträge zu stellen, um Förderungen für Auslandsprojekte zu erhalten, durch die

    • die wirtschaftliche, soziale oder ökologische Situation armer Bevölkerungsgruppen in den Entwicklungsländern nachhaltig verbessert oder
    • die Selbsthilfeanstrengungen wirkungsvoll unterstützt werden und diese an der Planung und Durchführung partnerschaftlich beteiligt oder
    • zur Verwirklichung der Menschenrechte in den Entwicklungsländern beigetragen werden kann.

    Förderfähig sind insbesondere folgende Projekte:

    • Bildungsprojekte,
    • Projekte zum Training und Aufbau von demokratischen Verwaltungsstrukturen,
    • Infrastrukturprojekte,
    • stabilisierende Maßnahmen in aktuellen Flüchtlingsherkunftsländern,
    • Maßnahmen des Umwelt- und Klimaschutzes,
    • Projekte der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen,
    • humanitäre Maßnahmen,
    • Projekte zur Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für Mädchen und Frauen,

    die in Ländern der DAC-Liste, vor allem im Nahen Osten und in Afrika, durchgeführt werden.

    Aber auch andere Projektideen, die den oben genannten Zielstellungen entsprechen, sind förderbar.

    Die Förderhöhe beträgt 15.000 EUR pro Projekt. Im Einzelfall kann eine höhere Förderung gewährt werden.

    Anträge sowie Beratung zu Projektideen und den Fördervoraussetzungen erhalten Sie von der Stiftung Nord-Süd-Brücken.

    info@nord-sued-bruecken.de

    Ansprechpartner

    Herr Walter Hättig

    Besucheradresse:
    Stiftung Nord-Süd-Brücken
    Greifswalder Str. 33a
    10405 Berlin

    Telefon: 030 42851385

    Telefax: 030 42851386

    E-Mail: haettig@nord-sued-bruecken.de

    Bisher geförderte Projekte

    Bisher konnten bereits folgende Projekte gefördert werden:

    • »Bau einer solaren Warmwasseraufbereitung« – Der Verein Arbeitskreis »Entwicklungshilfe« e. V. installierte in einer Schule in Nam Can / Vietnam eine solare Warmwasseraufbereitungsanlage.
    • »Instandsetzung von Angehörigenwohnhäusern am Hopitality Loterana Manambaro, Süd-Madagaskar« – »Ärzte für Madagaskar e. V.« erneuerte und erweiterte zwei Angehörigenwohnhäuser für pflegende Familienangehörige eines Krankenhauses in Manambaro / Madagaskar.
    • »Schaffung eines nachhaltigen Ansatzes zur Lösung des Elektronikmüll-Problems Agbogbloshie / Ghana« – Die Gesellschaft für Entwicklung International Sachsen e. V. (GEIS) kaufte und übereignete eine Abisoliermaschine, um einen Teil der Arbeiter in Agbogbloshie besser vor den giftigen Dämpfen beim Abbrennen von Kabeln auf der dortigen Elektroschrotthalde zu schützen. Dies wurde verbunden mit Trainingseinheiten, Gesundheitsuntersuchungen und Aufmerksamkeitskampagnen.
    • »SECOND – Sustained Education trough Community Development (Nachhaltige Erziehung durch Gemeinschaftsentwicklungsprojekte)« – In Kikwe / Tansania führt der Verein Naturfreunde Dresden e. V. an vier Schulen ein Bildungsprojekt für Schüler und deren Familien sowie Renovierungsarbeiten durch.
    • »Verbesserung der Umwelt- und Ernährungssituation der Farmerfamilien im Bezirk Shovot / Usbekistan« – Sagart e. V. unterstützte den Rat der Farmer im Bezirk Shovot bei der Entsorgung des versalzenen Ackerbodens mit Hilfe eines Laserplaners, umso die Produktivität des Reisanbaus zu erhöhen und den Nahrungsmangel zu reduzieren.

    Richtlinie der Sächsischen Staatskanzlei zur Förderung der interregionalen und grenzübergreifenden Zusammenarbeit sowie des Europagedankens (RL Internationale Zusammenarbeit) vom 1. September 2015

    Die Landesförderrichtlinie unterstützt mit bis zu 7.000 EUR Projekte der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit im Freistaat Sachsen, die das Ziel verfolgen, das Verständnis für die Situation und die Probleme von Entwicklungs- und Schwellenländern in Afrika, Asien und Lateinamerika zu wecken.

    Richtlinie »Internationale Zusammenarbeit«

    Förderrichtlinie und Projekte

    Antragsberechtigt sind unter anderem Kommunen, Landkreise, gemeinnützige Vereine und Stiftungen sowie gemeinnützige GmbHs mit Sitz im Freistaat Sachsen.

    Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen finden Sie in Amt24.

    Amt24: Interregionale und grenzübergreifende Zusammenarbeit (Teil 1), Förderung beantragen

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